Elisabeth Molder-Beetz

LRS-Förderung

Ganzheitliche Lese-Rechtschreibförderung

Während bei mir die Motivation zur Traum- und Märchenarbeit in der Auseinandersetzung mit meiner persönlichen Entwicklung entstand, ergab sich die Motivation zur Auseinandersetzung mit der Lese-Rechtschreibförderung und zu meiner Ausbildung zur Kinesiologin und zum Braingym-Instructor (Edukinestetik) verstärkt aus meinem beruflichen Arbeitsfeld. Neben meiner Tätigkeit als Klassen- und Fachlehrerin war mir von Anfang an die Förderung derjenigen Schüler und Schülerinnen wichtig, deren Lernsituation durch besondere Schwierigkeiten geprägt war.

So erteilte ich während meiner Lehrtätigkeit etwa 25 Jahre lang Förderunterricht für lese-rechtschreibschwache Kinder und Jugendliche, davon 18 Jahre schwerpunktmäßig mit dem Hauptteil meiner Stunden. Während dieser Zeit setzte ich mich mit den verschiedenen Förderkonzepten auseinander, nahm an Fortbildungen teil und hatte die Gelegenheit, vielfältige Erfahrungen in diesem Bereich zu machen.

Eine wichtige Erkenntnis der ersten Jahre meiner Förderpraxis war, dass den betroffenen Schülern und Schülerinnen bestimmte Voraussetzungen des Lernens und damit auch des Rechtschreiblernens fehlten, etwa im Bereich der visuellen und akustischen Wahrnehmung, der Koordination, aber auch der Konzentration, der Selbstsicherheit und Erfolgsorientiertheit. Meine Suche nach geeigneten Methoden führte mich zur Edukinestetik und zur angewandten Kinesiologie. Beide Methoden werden oft und eben auch hier im Internet als unwissenschaftlich und ihre Erfolge als nicht überprüfbar dargestellt. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass sich die Lernvoraussetzungen bei vielen Schüler/innen verbesserten und es zu teilweise beachtlichen Lernerfolgen auch in anderen Bereichen kam.

Diese eigenen Erfahrungen zählen für mich, denn jeder, der mit rechtschreibschwachen Schüler/innen gearbeitet hat, weiß, dass nachweisliche Lernerfolge in diesem Bereich häufig sehr gering ausfallen, andererseits aber die Grundlage für den Lernenden sind, sich immer wieder auf die eigenen Schwierigkeiten einzulassen.

Unter dem Link Edukinestetik und Kinesiologie gehe ich auf beide Methoden ein.

Grundvoraussetzungen des Lernens zu schaffen, sind die eine Sache, die Diagnose des gegenwärtigen Lernstandes und das Lesen und die Arbeit an der Rechtschreibung die andere. Denn Rechtschreibung lernt man natürlich letztlich nur durch Schreiben.

Doch zunächst zur Diagnose:

Die unter der Leitung der Hamburger Universität entwickelte Hamburger Schreibprobe (HSP) geht von der wissenschaftlichen Erkenntnis aus, dass Schüler das Rechtschreibwissen auf der Grundlage von Strategien (Rechtschreibwegen) erwerben. Das Diagnosematerial der HSP konfrontiert die zu testenden Schüler mit einer Auswahl von Wörtern und Sätzen, die diese Strategien repräsentieren. Durch einen Vergleich der erzielten Ergebnisse mit denen der Gesamtheit aller Schüler/innen der entsprechenden Schulstufe und Schulart der Bundesrepublik kann der Stand des Rechtschreibwissens und hier vor allem auch die Beherrschung der Rechtschreibstrategien ermittelt werden. Ist auf Grund des Ergebnisses Förderung angeraten, so wird gezielt an den Rechtschreibstrategien gearbeitet.

Auch kann nach einer entsprechenden Zeit der Förderung durch die erneute Durchführung der HSP der Lernzuwachs ermittelt werden.

Die erste Rechtschreibstrategie, die vom Lernenden erworben wird, ist die alphabethische Strategie, die Verschriftlichung der eigenen Artikulation (Schreiben wie man spricht). Hier benutze ich die Lautgetreue Lese-Rechtschreibförderung von Carola Reuter-Liehr, bei der genaues Hinhören und sorgfältiges Aufschreiben der Wörter durch ein nach und nach automatisiertes Mitsprechen der in Silben gegliederten Wörter erreicht wird. Ist hier die Grundlage zu sorgfältigem lautgetreuem Schreiben gelegt, wird an geeignetem Material die orthographische Strategie als Wahrnehmung der vom Lautstrom der Sprache abweichenden Schreibungen ( Hahn, Wald ) gefestigt. Die morphematische Strategie als Zerlegung eines Wortes in Wortbausteine (Ge-burt-s-tag) wird außerdem bewusst gemacht und die Groß-bzw. Kleinschreibung, die Zusammen- bzw. Getrenntschreibung und die Interpunktion als wortübergreifende Strategie im Satz eingeübt.

Die Arbeit an den Rechtschreibstrategien wird durch vielfältiges freies Schreiben und das Lesen und Besprechen kurzer, problemorientierter Texte erweitert.

Die Verbesserungen, der Rechtschreibfähigkeit, die sich im Rahmen der oben beschriebenen Förderung zeigten und durch die HSP nachweisen ließen, waren beachtlich.

Ich möchte auch nach meiner Berufstätigkeit meine in vielen Jahren erworbenen Fähigkeiten weitergeben, lese-rechtschreibschwache Schülerinnen in Gruppen zu fördern, und biete dabei auch eine begleitende Elternarbeit an.

Ich arbeite vorwiegend mit Kindern, habe aber auch schon Jugendliche und Erwachsene gefördert.

Termine für Informationsabende zur Förderung werden hier und in anderem Info-Material angezeigt.

Bei Interesse bitte melden!