Elisabeth Molder-Beetz

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Der Märchengarten

In Märchengarten am 2. Juni 2010 um 13:24

Den Raum für das Märchenerzählen bei mir Zuhause bieten ein Märchenzimmer in unserem Haus und der Märchengarten. Die Idee zum Märchengarten habe ich in einer Arbeitsgruppe auf einem der Kongresse der Europäischen Märchengesellschaft (EMG) bekommen. Die Leiterin der AG zeigte den Teilnehmern Fotos aus ihrem Märchengarten, den sie auf ihrem Grundstück in der Nähe des Bodensees angelegt hatte.

Mit Pflanzen und einfachen Gegenständen waren hier Märchenbilder symbolisiert, z.B. Dornröschen durch eine einfache Holzliege umgeben von Rosen unterschiedlichster Art. Rapunzel durch Feldsalat (Rapunzeln) auf einem Beet, Iris wuchsen für das gleichnamige Märchen von Herrmann Hesse und Ähnliches mehr.

Märchen erzählen

Diese Idee hat mir sehr gut gefallen, und ich begann mich in unserem Garten umzusehen, wie ich Ähnliches anlegen könnte. Ich begann ebenfalls, mit Pflanzen Märchenbilder darzustellen, ließ aber auch abgestorbene Bäume und Baumstümpfe stehen, um sie in den Märchengarten einzubeziehen. Durch Nachfragen fand ich den jungen Holzkünstler Gunnar Leibnitz, der nach meinen Vorstellungen naturnahe Märchenfiguren aus den Baumstämmen und aus Eichenholz arbeitete. Ich war fasziniert, in welcher Weise er es schaffte, meine Fantasien in die Wirklichkeit umzusetzen, und empfinde, dass die Figuren, Sitzkreise und Pflanzen des Gartens einen harmonischen Rahmen für das Erzählen, Hören, Spielen und Gestalten der Märchen bilden. Diese Einheit wird dadurch verstärkt, dass sich die Natur zum Teil die Figuren erobert. So wohnen im Sockel der Zauberin aus dem Märchen Jorinde und Joringel Wildbienen. Baumpilze auf dem Leib des Drachen bilden die Schuppen.

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